CombatStyle Hanau mit neuer Trainingsstätte

Die Kampfsportakademie CombatStyle hat zum Jahresbeginn ihre Eröffnung in Hanau gefeiert. Begonnen hat CombatStyle 2019 in Mühlheim am Main und jetzt können ihre Mitglieder auch auf ca. 1.000 m² in Hanau trainieren. Der Club ist breit aufgestellt und bietet vom Breitensport bis zum Kickboxen K1 Style einiges. Auch ein Krafttrainingsbereich ist für die Mitglieder zugänglich.

„Wir freuen uns, Mitglied bei der WAKO und damit auch beim DOSB zu sein. Die Freude in den Gesichtern unserer Mitglieder im Training wollen wir in Zukunft auch auf Wettkämpfen sehen“, sagt Inhaber Cliff Roth neben seinem Kollegen Andreas Porth bei der Eröffnung.

Die WAKO sagt: „Willkommen in der WAKO-Familie!“

Hessenmeisterschaft Ring fand statt

Am vergangenen Sonntag (21.11.2021) traten 12 Kämpferinnen und Kämpfer aus fünf hessischen Vereinen bei der Hessenmeisterschaft im Ring an.

Im Brauns Gym in Fulda wurde in vier Herren- und zwei Damenklassen im K1 und Vollkontakt um die Titel gekämpft.
Zuschauer waren nicht zugelassen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und gratulieren den Siegern und Zweitplatzierten zu ihrem Erfolg.

Die Ergebnisse des Nachwuchsturniers sind hier zu finden: https://www.sportdata.org/kickboxing/set-online/popup_main.php?popup_action=results&vernr=1174&active_menu=calendar

HKBV holt Gold bei Europameisterschaft in Montenegro

WAKO Older Cadets and Juniors European Kickboxing Championships (05.–14.11.2021) in Budva

Ein historischer Moment für den Erfolgstrainer und Vizepräsidenten der WAKO Deutschland Andreas Riem. Zwei seiner vier Schützlinge setzen sich im Vollkontakt der Junioren-Europameisterschaft im Kickboxen in Montenegro gegen eine starke europäische Konkurrenz durch und sichern sich die Goldmedaille.

Maik Vollmann (FFT Schwalm-Eder) sogar als jüngster Europameister im Vollkontakt in der Geschichte der WAKO Deutschland. Maik startete in seinen Finalkampf gegen den Serben Stefan Pavlovic zunächst zögerlich, was der Serbe erkannte und mit einem Wirkungstreffer ausnutzte. Ab da war Maik jedoch voll da und wehrte die nächste Angriffswelle gekonnt ab und drehte dann den Kampf zu seinen Gunsten. Zu Beginn der 3. Runde landete Maik dann gezielte Wirkungstreffer, die letztendlich dazu führten, dass sein Gegner ausgezählt wurde.

Cemal Ötztürk (FFT Schwalm-Eder) siegte souverän gegen Emin Ozer aus der Türkei. Der türkische Gegner versuchte stetig Druck auf Cemal auszuüben, was dieser aber geschickt zu vermeiden verstand. Er brachte sich mit guten Konteraktionen auf die Gewinnerstraße.

Die Bronzemedaille konnte sich hingegen Nick Dokuchayev (FFT Schwalm-Eder) in der Disziplin Kick Light sichern. Nach Siegen gegen Polen, die Türkei und Ungarn unterlag Nick in seinem 4. Kampf dem Bulgaren Mihail Georgiev.

Ebru Sezer (KSV Friedberg – Dorn Assenheim) erreichte bei den Kreativformen mit einer guten, soliden Leistung den 4. Platz.

Maria Souliew (FFT Schwalm-Eder) unterlag in ihrem Auftaktkampf der Ungarin Cintia Czegeny.
Für Delayne Dechant (KST Viernheim) kam ebenfalls im Viertelfinale (KL) das Aus gegen Lisa Danielsen aus Norwegen. Ihr fehlte noch die internationale Erfahrung. Ihr Potenzial lässt aber hoffen.

Ergebnisübersicht

Maik Vollmann Full Contact Younger Juniors male –71 kg Gold
Cemal Öztürk Full Contact Older Juniors male –86 kg Gold
Nick A. Dokuchayev Kick light Juniors male –63 kg Bronze
Ebru Sezer Creative Forms Older Cadets female Hard Style Platz 4
Maria Souliew Full Contact Older Juniors female –56 kg Platz 5
Delayne Dechant Kick Light Juniors female –60 kg Platz 5

 

Offizielle Ergebnisse: https://www.sportdata.org/kickboxing/set-online/veranstaltung_info_main.php?active_menu=calendar&vernr=1130#a_eventhead

WAKO Deutschland-Kampfrichter mit Top-Performance bei JEM

Wie schon bei der Senioren-WM vor wenigen Wochen im italienischen Jesolo haben auch bei der diesjährigen Junioren Europameisterschaft in Budva, Montenegro, die vor Ort eingesetzten deutschen Kampfrichter einen guten Eindruck hinterlassen.

So sind die beiden Tatami-Kampfrichter Dennis Oberleitner und Tarek Stucki, die als Landesreferenten und damit Teil des deutschen Kampfrichterboards in Deutschland nicht mehr wegzudenken sind, auch international hoch angesehen.

Dabei war der Einsatz bei der JEM 2021 das i-Tüpfelchen. Die beiden Kampfrichter der WAKO Deutschland überzeugten mit sehr guter Leistung bei ihrer jeweiligen Mattenleitung die Mitglieder des internationalen Kampfrichterboards und wurden dafür mit der Goldcard mit internationaler B-Lizenz ausgezeichnet.

Ringrichter Rateb Hatahet konnte sich ebenfalls erneut positiv darstellen. Er hatte bereits bei der WM mit einer souveränen Kampf-Leitung beeindruckt und bestätigte mühelos seine in Italien erhaltene B-Lizenz. Auch Hatahet ist somit nicht mehr auf der internationalen Kampfrichterbühne im Ringbereich wegzudenken.

Dank der starken Leistung des Kampfrichtergespanns bei der JEM wird deutlich, dass das Konzept von Bundeskampfrichterreferent Helge Lohmann aufgeht.

WAKO Deutschland hat derzeit ein Team mit drei internationalen A-Lizenzen und zwei B-Lizenzen im Bereich Tatami sowie einer B-Lizenz im Ringsport und damit eine ideale Basis, damit sich Deutschland auch zukünftig bei internationalen Meisterschaften einbringen kann.

Zukünftig ist ein Kampfrichter-Pool geplant, der einen internationalen Einsatz von bis zu zehn Tatami-Kampfrichtern und vier Ringsport-Kampfrichtern ermöglicht; auch weil eine solche Größe Multiplikatoren-Wirkung für den nationalen Bereich hätte.

EM U16/U19 in Montenegro

Nachstehend listen wir alle Kämpfe mit hessischer Beteiligung auf.

Weitere Informationen auf Sportdata:
https://www.sportdata.org/kickboxing/set-online/veranstaltung_info_main.php?active_menu=calendar&vernr=1130#a_eventhead

Live Stream: https://www.wakolive.com/

Day Time # Match Info Ergebnis
Ring 1
Freitag 10:36 – 10:48 4 05 FC 297 OJ M -86 kg (2)
#1163 OZER EMIN (WAKOTUR)
OZTURK CEMAL (WAKO-DE)
P1 Final R2 0:3
Ring 2
Freitag 13:12 – 13:24 17 05 FC 276 YJ M -71 kg (2)
#1138 VOLLMANN MAIK (GER)
PAVLOVIC STEFAN (SRB)
P1 Final R1 3:0

 

Day Time # Match Info Ergebnis
Tatami 3
Donnerstag 13:30 – 13:42 22 03 KL 170 J M -63 kg (2)
#1086 GEORGIEV MIHAIL (WAKOBUL)
DOKUCHAYEV NICK (WAKO-DE)
P1 1/2 Final R4 3:0

 

BRONZE für Nick Dokuchayev
Für Nick Dokuchayev endete die Europameisterschaft nach dem vierten Kampf. In der ersten Runde kam Nick nicht in den Kampf und handelte sich einen hohen Punkterückstand ein, die zweite lief etwas besser. In der letzten Runde war er voll da und zeigte gute Aktionen mit klaren Treffern. Leider reichten diese nicht mehr aus, um den Rückstand auszugleichen.

Day Time # Match Info Ergebnis
Tatami 4
Mittwoch 16:54 – 17:06 32 03 KL 170 J M -63 kg (2)
#805 LAKATOS PATRIK (HUN)
DOKUCHAYEV NICK (GER)
P1 1/4 Final R3 0:3
Ring 1
Mittwoch 16:12 – 16:24 24 05 FC 297 OJ M -86 kg (2)
#842 GRUDZINSKI BARTOSZ (POL)
OZTURK CEMAL (GER)
P1 1/2 Final R1 0:3

 

Nick und Cemal auf Medaillenkurs
Nick Dokuchayev beherrschte seinen Gegner Patrik Lakatos über drei Runden und siegte souverän gegen den Ungarn. Somit erreicht Nick das Halbfinale.
Cemal Öztürk ließ sich durch Bartosz Grudzinski in keiner Phase des Kampfes in Bedrängnis bringen. Am Ende war der Pole unterlegen und Cemal steht im Finale.

Day Time # Match Info Ergebnis
Tatami 2
Dienstag 09:10 – 09:12 6 04 CF 252 OC F HS (2)
#318 SEZER EBRU (GER)
R1 P1 Match-4 27.9 (4. Platz)
Tatami 3  
Dienstag 17:00 – 17:12 35 03 KL 180 J F -60 kg (2)
#487 DECHANT DELAYNE (GER)
DANIELSEN LISA (NOR)
P1 1/4 Final R 0:3
Dienstag 15:24 – 15:36 27 03 KL 170 J M -63 kg (2)
#461 DOKUCHAYEV NICK (GER)
MILLI MUCAHIT (TUR)
P1 R2 3:0
Ring 2
 
Dienstag 12:12 – 12:24 12 05 FC 302 OJ F -56 kg (2)
#518 CZEGENY CINTIA (HUN)
SOULIEW MARIA (GER)
P1 1/4 Final R1 3:0

 

Maria Souliews Kampf (FC) war der Auftakt des Turniertages aus hessischer Sicht. Ihre ungarische Gegnerin Cintia Czegeny machte gleich massiven Druck, gegen den Maria wenig Mittel fand. Hierdurch bekam sie leider keinen Zugriff auf den Kampf und musste diesen verloren geben.
Für Delayne Dechant kam ebenfalls im Viertelfinale (KL) das Aus. Ihr fehlte noch die internationale Erfahrung. Ihr Potenzial lässt aber hoffen.
Ebru Sezer erreichte bei den Kreativformen mit einer guten, soliden Leistung den 4. Platz.
Nick Dokuchayev hatte seinen zweiten Kampf (KL) auf diesem Turnier gegen den diesjährigen Europacupsieger, Mucahit Milli aus der Türkei. In den ersten beiden Runden konnte er einige gute Treffer setzen und eine leichte Führung behaupten. Im Laufe des Kampfes wurde sein Gegner immer aggressiver und leider unsauber in seinen Techniken. Letztendlich nutzte ihm dies nichts und Nick sicherte sich mit seinem zweiten Sieg die Viertelfinal-Teilnahme.

Day Time # Match Info Ergebnis
Tatami 4
Montag 17:36 – 17:48 35 03 KL 170 J M -63 kg (2)
#150 MATCZAK PATRYK (POL)
DOKUCHAYEV NICK (GER)
P1 R1 0:3

 

Nick Dokuchayev startet mit einem klaren Sieg gegen Polen ins Turnier und zieht dabei ins Achtelfinale ein.

EM U16/U19 in Montenegro: So lief der Dienstag

Gestern war Maria Souliews Kampf (FC) der Auftakt des Turniertages aus hessischer Sicht. Ihre ungarische Gegnerin Cintia Czegeny machte gleich massiven Druck, gegen den Maria wenig Mittel fand. Hierdurch bekam sie leider keinen Zugriff auf den Kampf und musste diesen verloren geben.

Für Delayne Dechant kam ebenfalls im Viertelfinale (KL) das Aus. Ihr fehlte noch die internationale Erfahrung. Ihr Potenzial lässt aber hoffen.

Ebru Sezer erreichte bei den Kreativformen mit einer guten, soliden Leistung den 4. Platz.

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Nick Dokuchayev hatte seinen zweiten Kampf (KL) auf diesem Turnier gegen den diesjährigen Europacupsieger, Mucahit Milli aus der Türkei. In den ersten beiden Runden konnte er einige gute Treffer setzen und eine leichte Führung behaupten. Im Laufe des Kampfes wurde sein Gegner immer aggressiver und leider unsauber in seinen Techniken. Letztendlich nutzte ihm dies nichts und Nick sicherte sich mit seinem zweiten Sieg die Viertelfinal-Teilnahme.

WAKO Older Cadets and Juniors European Kickboxing Championships (05.–14.01.2021) in Budva, Montenegro

Die Europameisterschaften U16/U19 laufen an, die Teams sind vor Ort. Wir sind stolz, dass drei Sportlerinnen und drei Sportler aus Hessen für das deutsche Team im Vollkontakt, Kick light und dem Formenlauf am Start sind.

KL 180 J F -60 kg   Delayne Dechant (KST Viernheim)
FC 276 YJ M -71 kg  Maik Vollmann (FFT Schwalm-Eder)
FC 302 OJ F -56 kg   Maria Souliew (FFT Schwalm-Eder)
KL 170 J M -63 kg   Nick A. Dokuchayev (FFT Schwalm-Eder)
FC 297 OJ M -86 kg   Cemal Öztürk (FFT Schwalm-Eder)
CF 252 OC F HS   Ebru Sezer (KSV Friedberg – Dorn Assenheim)

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Weiterhin freuen wir uns, dass mit Dennis Oberleiter und Tarek Stucki zwei hessische Kampfrichter dabei sind.

Unsere Vorstandsmitglieder Oliver Hahl und Andreas Riem begleiten das Nationalteam für das Präsdium des Bundesfachverbandes.

Um 18 Uhr beginnt heute die Eröffnungsfeier.
Die Kämpfe finden dann in der kommenden Woche statt.
Wir werden über die Ergebnisse zeitnah berichten.

Wir drücken unseren Athletinnen und Athleten sowie dem gesamten deutschen Team die Daumen und wünschen ihnen viel Erfolg!

Alle Live-Übertragungen findet Ihr hier:
https://www.wakolive.com/

Weitere Informationen:
https://www.sportdata.org/kickboxing/set-online/veranstaltung_info_main.php?active_menu=calendar&vernr=1130#a_eventhead
https://wako-deutschland.de/

WAKO Hessen zufriedenstellend vertreten bei der WM Master und Elite in Jesolo

An der Weltmeisterschaft Master und Elite in Jesolo nahmen auch fünf hessische Athlethen teil: Michelle Mesmer (BTD Darmstadt), Sami Jakob (Kickboxteam Viernheim), Leonid Schmidt (TSG Sandershausen), Peter Blaukat sowie Cora Rüttinger (Black Eagle Butzbach). Verstärkt wurde das hessische Team zudem durch den hessischen Präsidenten Oliver Hahl (ebenfalls WAKO Deutschland Präsident), den Vizepräsidenten im Bund und in Hessen Andreas Riem, den Kick Light Disziplintrainer Dirk Dechant, den Pointfighting Trainer Stefan Reinboth sowie den Schwalmstädter Physiotherapeuten Leo Brizzi. Insgesamt konnten die Hessen drei Medaillen mit nach Hause nehmen: Peter Blaukat (Bronze), Sami Jakob (Bronze) und Michelle Mesmer (Silber) hatten die Ehre, auf dem Treppchen stehen zu dürfen.

Für die Darmstädterin Michelle Mesmer war es der erste große internationale Erfolg bei der Elite. Leider musste sie sich im Finale einer Italienerin geschlagen geben. Geehrt wurde sie auf dem Podest mit der Silbermedaille von ihrem Trainer, dem Präsidenten Oliver Hahl, der ihr die Medaille überreichte.​

Foto: AlAmin Rmadan

WM-Silber für Michelle Mesmer

WM 2021 in Jesolo, Italien

Die internationale WAKO-Kickboxelite der Senioren traf sich zu ihren Titelkämpfen in Jesolo, Italien. Es wurde in sieben Disziplinen gekämpft. Tatami (Mattenfläche): Pointfighting (PF), Leichtkontakt (LC), Kick Light (KL) und Formen (FO) sowie Ringsport: Vollkontakt (VC), Lowkick (LK) und K1. Insgesamt waren 1364 Spitzenkämpfer aus 65 Nationen am Start und kämpften eine Woche (16.–23.10.2021) um die begehrten WM-Titel, Pokale und Medaillen.
Auf Grund der strengen Hygieneregeln konnten nur geimpfte Sportler, Trainer und Offizielle an der WM teilnehmen. Zusätzlich wurden alle Teilnehmer vor und während der Titelkämpfe getestet.

Alle Kämpfe der WM wurden täglich in mehrstündigen Live Streams übertragen. So konnten die Fans, die nicht vor Ort dabei sein konnten, das Kampfgeschehen trotzdem verfolgen und mitfiebern. Sie erlebten vor den Bildschirmen extrem stark besetzte Gewichtsklassen, mit äußerst spannenden und mitreißenden Gefechten auf höchstem Niveau.

Aus Darmstadt war vom Budo-Do-Tameshi die Deutsche Meisterin im Leichtkontakt (–50 kg) Michelle Mesmer am Start. Leider fehlten die ebenfalls qualifizierten Deutschen Meister Lukas Dewan und Niklas Walter wegen Verletzung. Für Michelle Mesmer war es, nach der Bronzemedaille bei der Junioren-EM 2019, die erste Berufung ins Senioren-Nationalteam und damit auch die erste WM in ihrer jungen, erfolgreichen Sportlerlaufbahn.
Nach ihren sehr guten Leistungen schon im Vorfeld der WM, konnte die BDT Kämpferin sich weiter steigern und auf überzeugende Weise Vizeweltmeisterin werden.

Bundestrainer Peter Zaar und Michelle Mesmer

Bundestrainer Peter Zaar und Michelle Mesmer

Erste Gegnerin auf dem Weg ins Finale war in der Vorrunde Viktoriya Hureieva aus der Ukraine. Michelle Mesmer übernahm von Beginn an die Initiative, dominierte mit starken Fuß- und Fausttechniken das Gefecht und gewann klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Die Gegnerin im Viertelfinale war die sehr starke Griechin Semeli Zarmakoupi. In der ersten Runde konnte sich zunächst Semeli Zarmakoupi mit ihren starken Fußtechniken einen kleinen Punktvorteil erkämpfen. Michelle Mesmer ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Sie verstärkte in der zweiten und dritten Runde den Druck und die Präzision ihrer Angriffe, erzielte Treffer für Treffer und gewann das Gefecht erneut mit 3:0 Kampfrichterstimmen.
Im Halbfinale wartete dann die Slowenin Dominika Sakacova, die zuvor überraschend in einem äußerst engen Kampf die Junioren Europa- und Weltmeisterin Kristina Nikolova (Bulgarien) aus dem Turnier geworfen hatte. Es kam zu einem harten Gefecht auf Augenhöhe, mit zunächst leichten Vorteilen für die slowenische Kämpferin. Aber auch in diesem Kampf zeigte Michelle Mesmer Charakter.
Bis zur letzten Sekunde überzeugte sie mit ihrer mentalen Stärke und fand auf jede Aktion der Gegnerin eine wirkungsvolle Antwort. Der Lohn, ein knapper, verdienter Sieg und der Einzug ins Finale.
Gegnerin hier war die Lokalmatadorin Frederica Trovalusci. Entsprechend lautstark war die Unterstützung der wenigen Zuschauer für die einheimische Kämpferin. Michelle Mesmer ließ sich davon aber in keiner Weise beeinflussen. Sie blieb bei ihrer klaren Linie, übernahm die Initiative und setzte mit guter Beinarbeit, starken Fuß- und Fausttechniken ihre Gegnerin ständig unter Druck. Das Finale war an Spannung kaum zu überbieten. Beide Kämpferinnen zeigten Kickboxen auf höchstem Niveau. Sie schenkten sich nichts und setzten mit schnellen dynamischen Techniken Treffer. Allergings konnte sich die sehr bewegliche und erfahrene Frederica Trovalusci auch immer wieder dem Angriffsdruck entziehen und Konter setzen. Es war ein Gefecht auf Augenhöhe, spannend bis zum Schluss. Wie schon im Halbfinale setzte Michelle Mesmer ihre Gegnerin weiter bis zur letzten Sekunde unter Druck.
Dieses Mal leider mit dem etwas besseren Ende für die Italienerin. Allerdings musste Frederica Trovalusci dabei so an ihre Grenzen gehen, dass sie nach dem Kampf erst einmal erschöpft ohne Siegesjubel auf der Mattenfläche sitzen blieb und etwas Zeit brauchte, um sich über den WM-Titel zu freuen.
Für Michelle Mesmer sind die Silber-Medaille und der Vizemeistertitel verdienter Lohn für ihre hervorragenden Leistungen bei den Titelkämpfen.

Das erfreuliche Fazit des Bundestrainers: „Michelle hat uns alle mit ihrer Leistung überzeugt und begeistert.“ Dem können sich ihre Trainer beim BDT Darmstadt, Landestrainer Jimmy Iwinski und Oliver Hahl, nur anschließen.
In seiner Funktion als neuer Präsident der WAKO Deutschland war Oliver Hahl ebenfalls vor Ort und konnte bei der Siegerehrung Michelle Mesmer die begehrte Silbermedaille persönlich überreichen.

Titelfoto: Michelle Mesmer gewinnt WM-Silber.
(von links:) Oliver Hahl, Michelle Mesmer, Federica Trovalusci, Anna Knobel, Dominika Sakacova

 

Text: Landestrainer Jimmy Iwinski
Fotos: BDT Darmstadt

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