Landessportbund begrüßt Lockerung der Corona-Verordnung

Gute Nachricht für Hessens Sport: Amateur- und Freizeitsportler können ab heute alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport treiben. Hessens Sportanlagen bleiben nunmehr grundsätzlich nicht mehr geschlossen. In Hessen kann damit – wie in den übrigen Bundesländern – beispielsweise Paartanz, Tischtennis im Einzel, Golf mit zwei Personen oder Judo ausgeübt werden. Darüber hinaus bleibt auch – unter Beachtung der geltenden Begrenzungen für Personengruppen und mit besonderer Vor- und Umsicht – Individualsport im öffentlich Raum möglich. Dazu gehört auszugsweise Reiten, Rudern, Joggen, Radfahren oder Segeln. Das hat das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung so beschlossen.

„Wir haben in den letzten Tagen intensiv und vor allem partnerschaftlich mit der Landesregierung, konkret mit Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Hessens Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, beraten und freuen uns über die getroffene Entscheidung. Dieser Beschluss ist in der schwierigen Zeit, dir wir alle momentan erleben, für den Sport und für alle Menschen in unserem Land wichtig, sinnvoll und richtig“, kommentierte der Präsident des Landessportbundes Hessen e.V. Dr. Rolf Müller die Regelung. Fit zu bleiben und im gegebenen Rahmen Sport zu treiben seien wichtige Bausteine im Kampf gegen die Pandemie.

Gleichzeitig appellierte Müller gemeinsam mit Peter Beuth, „die erweiterten Sportmöglichkeiten verantwortungsvoll zu nutzen, die Hygienebestimmungen im Blick zu behalten und auch im Sport weiterhin zur Reduzierung des Infektionsgeschehens beizutragen.“ Der Landessportbund wisse dabei sehr wohl, dass die beschlossene Lockerung eine Gratwanderung zwischen den zur Bekämpfung der Pandemie notwenigen Maßnahmen und der Gesundheitsvorsorge, die mit dem Sporttreiben einhergehe, sei.

Zudem wiederholte Müller das Angebot des organisierten Sports an die Landesregierung „gemeinsam mit uns an der Weiterentwicklung differenzierter Corona-Regeln zum Sport für den Zeitraum ab dem 1. Dezember zu arbeiten“. Der lsb h-Präsident: „Die positiven gesundheitlichen und psychosozialen Wirkungen des Sports sind es Wert!“

Letztlich sagte der Landessportbund zu, die ihm angeschlossenen Sportverbände und Sportkreise kurzfristig im Detail informieren und die notwenigen Erläuterungen auf seiner Internetseite www.landessportbund-hessen.de zu veröffentlichen.

Team-Battle abgesagt

Liebe Sportfreunde,

das für den 8. November angesetzte Team-Battle Süd wurde leider Corona-bedingt abgesagt. Gleiches gilt für das Team-Battle Nord.

Hessenkadertraining am 31.10.20 fällt aus

Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden das Hessenkadertraining am 31.10.20 verschieben zu müssen. Die schnell steigenden Covid-Zahlen der letzten Tage haben zu Bedenken gegeben.

Wir hoffen darauf, dass die Situation schnell wieder besser wird und wir das Kadertraining im Frühjar nachholen können. Wir hoffen auch darauf, dass bald wieder Normalität einkehrt, alle die lange Zeit nutzen, fleißig weitertrainieren und wir euch nächstes Jahr mit euren besten Leistungen wiedersehen.

Sportliche Grüße
Erdogan Celik und Leonid Schmidt

Reaction Pointfighting Einladungsturnier

Am vergangenen Samstag (10. Oktober 2020) nahmen insgesamt 43 StarterInnen aus sechs Teams und sechs Bundesländern am Reaction Pointfighting Einladungsturnier teil. Mit der Reaction Counter App wurden die Reaktionszeiten der am Boxsack ausgeführten Techniken erfasst und übermittelt. Die TeilnehmerInnen standen über Zoom miteinander in Kontakt. Auf dem Live-Streaming-Videoportal Twitch konnten auch Zuschauer das Turnier verfolgen.

Das Turnier wurde erstmals für 5 verschiedene Altersklassen angesetzt. Angetreten sind die StarterInnen im K.O.-Turniersystem und Best-of-Five-Modus (3 Punkte siegen). Einen Punkt erhielten die gegeneinander angetretenen SportlerInnen erst dann, wenn sie die auszuführenden Techniken (Sidekick, Roundkick, Backfist, Reversepunch) korrekt und schneller als die KontrahentInnen ausgeführt hatten. Des öfteren haben nur Tausendstel von Sekunden über Sieg und Niederlage entschieden.

Die teilnehmenden Teams konnten jeweils bis zu zwei SportlerInnen pro Altersklasse ins Rennen schicken. Am erfolgreichsten war am Ende das Team aus Kornwestheim. Die Sieger der einzelnen Altersklassen stellen wir nachfolgend mit Bild vor.

Sieger Bambini – Vassilios Chotzidis (Lalli)

Sieger Bambini – Vassilios Chotzidis (Lalli)

Sieger Kinder – Fotis Selalmatzidis (Lalli)

Sieger Kinder – Fotis Selalmatzidis (Lalli)

Siegerin Jugend B – Jule Greuel (Ebern)

Siegerin Jugend B – Jule Greuel (Ebern)

Sieger Jugend A – Stelios Coparanis (Feuersport)

Sieger Jugend A – Stelios Coparanis (Feuersport)

Sieger Junioren – Sandro Peters (Lalli)

Sieger Junioren – Sandro Peters (Lalli)

Die Moderation haben die beiden Gesellschafter der DEJITA Consulting GbR (Erfinder und Entwickler der Reaction Counter App und Software) Lazaros Emmanouilidis und Prof. Dr. Christian Becker-Asano persönlich übernommen. Das Regelwerk wurde in Zusammenarbeit mit den WAKO-Landesverbänden aus Hessen (Andreas Riem) und Hamburg (Frank Feuer) ausgearbeitet.

Teilnehmende Teams waren:

  1. Lalli1Team Kornwestheim (Baden-Württemberg)
  2. FFT Schwalm-Eder (Hessen)
  3. Moskitos Ebern (Bayern)
  4. Feuersports (Hamburg)
  5. Martial Arts Factory Maschen (Niedersachsen)
  6. Kampfsportschule Berk (Thüringen)

 

Externe Links:

 

Achtung: Ablaufänderung HM!

Hessenmeisterschaft Tatami

Bitte beachtet die folgenden neuen Wiegezeiten.

Samstag:
09:30–10:30 Uhr – Jugend B und Jugend A;

Sonntag:
11:00–12:00 Uhr – Damen / Herren

2. Leichtkontakt-Hessenkader 2020 in Darmstadt

Durch die etwas gelockerten Corona-Bestimmungen können wir in Hessen wieder vorsichtig mit unserem Ausbildungs-, Lehr- und Turnierbetrieb starten.
Am Wochenende (05.09.) trafen sich im HLZ in Darmstadt, im Vorfeld der geplanten Hessenmeisterschaft (03.–04.10.20 / Biedenkopf), die geladenen Leichtkontakt-Sportler zum 2. LC-Hessenkader.
Alle Sportler erhielten im Vorfeld den WAKO-Fragebogen zu Corona und den Infoletter zu den Corona-Verhaltensregeln, unter denen das Training durchgeführt wurde.

Die Schwerpunkte der Trainingsarbeit lagen im koordinativen Bereich, um den Bewegungsfluss und die Vielseitigkeit zu verbessern; im mentalen Bereich und der Vorbereitung auf den Wettkampf (der Kopf entscheidet, Analyse des Gegners, konsequentes Verhalten) sowie der Trainingsintensität und Effektivität, Beinarbeit, Stabilität, Explosivkraft, Reaktion, Schnellkraft, Distanzgefühl, Reichweite, Ausdauer und Kampfkonzeption. Die Umsetzung erfolgte mit und ohne Partner, unter den aufmerksamen Augen unseres Landestrainers Jimmy Iwinski.

Von 12 bis 17 Uhr wurde 5 Stunden intensiv trainiert, geschwitzt und konzentriert gearbeitet.
Den Abschluss des Lehrgangs bildeten 15 Runden Sparring, in denen die erarbeiteten Konzepte in verschiedenen Aufgabenstellungen umgesetzt werden mussten.

Das Fazit der Trainingsarbeit ist positiv und man kann davon ausgehen, dass unsere LC-Kadersportler gut vorbereitet zur HM an den Start gehen.

 

Fotos: Jimmy Iwinski

Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs und Weiterführung der Trainerausbildung

Trainerausbildung (Grundschein und C-Lizenz Breitensport 2020)

Da vor dem Lockdown erst ein Ausbildungswochenende absolviert wurde und somit der Hauptteil der Ausbildung im zweiten Halbjahr statt findet, möchten wir die Möglichkeit bieten, noch einzusteigen.
Hierzu würden wir bei entsprechenden Anmeldungen am 8. und 9. August die ersten Ausbildungseinheiten nochmal anbieten.

Wettkampfbetrieb

Uns liegt es am Herzen, dass jeder Sportler des HKBV dieses Jahr noch die Möglichkeit bekommt, einen Wettkampf durchzuführen. Hierzu haben wir ein Wettkampfprogramm zusammengestellt, welches sich in den nächsten Monaten auf 5 Wettkampftage verteilt. Höchstes Gebot ist die Umsetzung der Hygienevorschriften und die Sicherheit aller Beteiligten. Die Wettkämpfe werden ohne Zuschauer durchgeführt. In kleinen Schritten werden wir den Wettkampfbetrieb wieder einführen.
Termine:
19. September – Hessenmeisterschaft Ring (Fulda)
3. und 4. Oktober – Hessenmeisterschaft Tatami (Biedenkopf)
31. Oktober – Newcomer Ring (Fulda)
22. November – Newcomer Tatami (Schwalmstadt)

Lehrgänge / Seminare

“Kinderspiele im Kickboxtraining”
Für den 12.09.2020 ist ein Seminar mit dem Präsidenten der WAKO Deutschland, Jürgen Schorn in Planung.

Meistergradvorbereitung 2020
Teil 1 findet am 27. Sept. und Teil 2 am 14. Nov. statt.

Erwerb der Coach-Lizenz
am 27.09.2020

Allgemeiner Hinweis

Die Ausschreibungen werden wir 4 Wochen vor dem jeweiligen Turnier veröffentlichen, da wir so besser auf die Hygienevorschriften eingehen bzw. sie anpassen können.

Celik und Schmidt an der hessischen Pointfighting-Front

Augenscheinlich scheint die Kickboxwelt stillzustehen, doch hinter den Kulissen tut sich einiges, denn seit Beginn des Jahres 2020 darf der hessische Kickboxverband zwei neue Pointfighting-Landestrainer begrüßen: Erdogan Celik und Leonid Schmidt zieren das Amt und haben große Ziele.

Schmidt begann seine Kickboxkarriere vor 23 Jahren. Als Schüler des Ho Sin Do Melsungen durfte er im Alter von sechs Jahren das erste Mal an der WAKO-Luft schnuppern. Mit acht Jahren nahm Schmidt an seinem ersten Turnier teil – und dann ging seine Karriere bergauf: Als Deutscher Meister, World Cup-Vizegewinner und Nationalkader-Mitglied mischte Schmidt in der WAKO mit. Seit 2010 übernimmt er auch Trainerverantwortung in seinem Verein, bis er 2014 zur TSG Sandershausen wechselt, da er aufgrund eines Umzuges einen neuen Verein suchen musste. Klar wurde: Er macht seinen Job vorbildlich, weswegen er seit 2018 zusammen mit Celik die Stützpunkttrainings-Nord der WAKO Hessen übernimmt. Seine Trainingsphilosophie ist deutlich: Fair-Play statt Sportlersabotage. „Essentiell ist hartes Training, aber manchmal klappt der Sieg einfach nicht. Das ist auch okay, solange man nicht aufgibt und nicht aufhört, zu lernen. Jeder Gegner ist besiegbar, das klappt aber nur mit Willen, Disziplin und vor allem eins: Spaß an der Sache”, ist sich der neue Landestrainer sicher. Seit 2020 trainiert Schmidt in Flörsheim bei seinem Amtsvorgänger, Frank Stretz, und fokussiert sich vor allem darauf, sich und sein Team gemeinsam weiterzuentwickeln. „Nur so gelangt man ans Ziel.“

Ein ganz ähnliches Profil trägt auch Erdogan Celik, der mit Schmidt eine jahrelange Freundschaft pflegt. „Seit dem Landeskader kennen wir uns, 2015 fuhren wir sogar zusammen auf unsere erste WM in Dublin”, schwelgt Celik in Erinnerung. Auch er betreibt Kickboxen seit Jahren. Ebenso mit sechs Jahren gestartet, hat er nun schon 21 Jahre Erfahrung als Kämpfer und Trainer. Er trägt nicht nur Titel wie mehrfache Welt- und Europameisterschafts- sowie World Cup-Siege, sondern auch den 1. Meistergrad im Kickboxen sowie Sportkarate und wird seit 2014 von TOP TEN gesponsort. „Natürlich ist das alles eine große Ehre und keine Selbstverständlichkeit. Wichtig ist mir aber, zu betonen, dass man Ziele nicht einfach so erreicht. Man muss immer kämpfen, aus Niederlagen lernen und nach vorne schauen. Erfolg ist eine Treppe”, ermutigt Celik, der, seitdem er 16 ist, als Trainer in seinem Heimatsverein KKBC Hungen aktiv ist. Mit einem Zwischenstopp beim KSV Butzbach, wechselte er im Alter von 19 Jahren zum Falcon Fighter-Team in Schwalm-Eder. Seinen ersten Erfolg erlebte Celik mit 12, als er die Internationale Deutsche Meisterschaft gewann. Seitdem ging es auch für Celik bergauf: Seit neun Jahren ist er ungeschlagener Deutscher Meister der WAKO und erhält bundesweit Einladungen, um nicht nur sein Wissen in Seminaren, sondern auch seine Sportmoral weiterzugeben. „Es gibt nichts, was man nicht erreichen kann, solange man es wirklich will!“ Kein Wunder, dass Celik dann gefragt wurde, zusammen mit Schmidt den Landeskader zu trainieren.

„Wir wollen das als Team machen, Leonid und ich”, erzählt Celik stolz. Aktuell arbeiten beide an ihrem offiziellen Trainerschein und planen, einen neuen Hessenkader auf die Beine zu stellen. Auch wenn das Jahr 2020 viele Umstände bereitet, sehen die Trainer darin gleichermaßen eine Chance: „Wir können uns auf Strukturen konzentrieren. Wir können uns auf die Erarbeitung von Auswahlkriterien fokussieren und gemeinsam den Weg abstecken, den wir gehen wollen. Dabei geht es uns vor allem um Leistung.“ – Turniere sollen hierfür als Grundlage der Kadererstellung dienen. Klar ist, dass eine starke Teamaufstellung erst im folgenden Jahr stattfinden wird, dennoch haben beide auch konkrete Ziele für das noch laufende Jahr: „Unbedingt müssen wir mit den Vereinen zusammenarbeiten. Es wird wichtig sein, Anreize zu schaffen, sich noch mehr anzustrengen. Wir brauchen ein stärkeres Netzwerk unter den Kämpferinnen und Kämpfern; nur so kommt man vorwärts. Dafür bieten die Stützpunkttrainings eine gute Grundlage. Nicht nur, dass man eine Menge lernt; es erleichtert uns auch die Sichtung und die Koordination. Wir wollen den Weg gemeinsam als Team gehen und zeigen, dass Hessen über eine starke Jugend verfügt.“

Über konkrete Kooperationen wurden noch nicht gesprochen. „Vergleichsturniere, wie es sie letztes Jahr im Leichtkontakt mit Bayern gab, sind ferne Ziele. Zuerst geht es um die Festigung eines starken Teams”, verdeutlicht Schmidt, „danach können wir zeigen, was wir als Team können.“

Die WAKO Hessen ist stolz, nicht nur erfahrene, sondern auch gut vernetzte Sportler im Trainerteam begrüßen zu dürfen. „Auch für uns ist es eine Riesenehre, diese Aufgabe zu übernehmen. Früher hätte man sich das nur erträumen können und heute ist es Realität. Es ist ein schönes Gefühl, Wissen weiterzugeben und Menschen mit neuen Kenntnissen bereichern zu dürfen. Ich habe durch das Kickboxen nicht nur etwas für den Sport, sondern auch für das Leben gelernt. Das erhoffe ich mir auch von unserem Kadertraining für unsere Athletinnen und Athleten“, berichtet Schmidt. „Nur als Team kommen wir voran. Man steht nie wirklich allein auf der Matte, weil man weiß: Das Team ist da“, ergänzt Celik.

Mit diesen Worten beginnt das neue Trainerduo seine Arbeit. Schon bald sollen die ersten Auswahlkriterien veröffentlicht und die Arbeit intensiviert werden. Die WAKO Hessen wünscht Leonid Schmidt und Erdogan Celik nicht nur eine gute Zusammenarbeit, sondern auch eine verstärkte Freundschaft, viel Erfolg und natürlich eins: viel Spaß mit dem baldigen Kaderteam. Weitere Berichte zu aktuellen Erfolgen und neuen Leistungen werden folgen.

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